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Tax News: Änderungen in der Umsatzsteuer in Ungarn – täglich verpflichtende elektronische Übermittlung von Rechnungen ab 01. Juli 2018

Umsatzsteuer in Ungarn

Ab 01. Juli 2018 sollen in Ungarn neue Rechnungslegungs- bzw Datenübermittlungsvorschriften in Bezug auf inländische Rechnungen eingeführt werden. Von der Regelung sind Unternehmer betroffen, die Rechnungen mit ungarischer Umsatzsteuer ausstellen. Dh, auch ausländische Unternehmer, die in Ungarn für umsatzsteuerliche Zwecke registriert sind, müssen die Neuregelungen beachten.

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Obwohl die Einführung der Regelung über die Übermittlungsverpflichtung von Rechnungen bereits beschlossen ist, sind noch einige Punkte der Regelung, insbesondere die technische Umsetzung, offen. Zudem wurde die Kundmachung des jährlichen Steuerpaktes verschoben, sodass davon auszugehen ist, dass die offenen Punkte erst 2018 geklärt werden können. Bis zum Inkrafttreten sind somit nur wenige Monate Zeit um etwaige Anpassungen in den IT-Systemen der in Ungarn tätigen Unternehmen vorzunehmen.

Von der Verpflichtung zur Datenübermittlung werden nach aktuellen Informationen jene ungarischen Ausgangsrechnungen betroffen sein, die den Schwellwert von HUF 100.000 (rund EUR 300) übersteigen und die elektronisch erstellt werden. Von der Übermittlungsverpflichtung werden daher nicht nur E-Rechnungen, sondern alle von einem Buchhaltungsprogramm elektronisch erstellten Rechnungen betroffen sein. Die Regelung soll aber künftig auch auf Rechnungen ausgedehnt werden, die nicht elektronisch erstellt werden.

Die Datenermittlung hat sofort, spätestens jedoch innerhalb von 24 Stunden ab Rechnungsausstellung, elektronisch an die ungarische Finanzverwaltung in einem definierten Format – nach der aktuellen Informationen als XML-Datei – zu erfolgen und hat zumindest die verpflichtenden Mindestanforderungen einer ungarischen Rechnung zu enthalten. Die Datenübermittlung soll grundsätzlich direkt aus der jeweiligen Buchhaltungssoftware erfolgen und bedarf einer entsprechenden Registrierung. Bei bereits registrierten Buchhaltungsprogrammen kann eine Registrierung für Zwecke der Datenübermittlung unterbleiben.

Nach den derzeitigen Informationen soll von der ungarischen Finanzverwaltung auch die Inanspruchnahme von Dritten (zB Steuerberater) für Zwecke der Datenübermittlung zugelassen werden. Dadurch könnten die Kosten der Adaptierung bzw. Anschaffung von Buchhaltungsprogrammen vermieden werden.  

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