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Express Accounting News 12/2107

Express Accounting News 12/2017

FMA veröffentlicht die Prüfungsschwerpunkte 2017

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Am 8. November 2017 hat die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) die Prüfungsschwerpunkte veröffentlicht, die für Enforcement-verfahren von Abschlüssen mit 31. Dezember 2017 oder später endenden Geschäftsjahren relevant sind.

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA (European Securities and Markets Authority) hat am 27. Oktober 2017 gemeinsame europäische Prüfungsschwerpunkte bekannt gegeben (vergleiche EAN 11/2017), die von den nationalen Aufsichtsbehörden OePR sowie FMA bei ihrer Prüfung im Rahmen von Enforcement-Verfahren zu beachten sind. Die FMA hat diese um zusätzliche Themen ergänzt bzw. konkretisiert.

Die FMA hat die folgenden Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2017 bekannt gegeben:

Prüfungsschwerpunkte für Konzernabschlüsse nach IFRS

1. Bewertung und Angaben bei Unternehmenszusammenschlüssen (IFRS 3), mit folgenden Schwerpunkten:

  • Ansatz der identifizierten Vermögens-werte und Schulden zu ihrem beizulegenden Zeitwert
  • Konsistente Annahmen beim Erstansatz und nachfolgenden Impairmenttests
  • Angaben (Zeitwerte, Argumentation bei negativem Firmenwert, vorläufige Erstkonsolidierung, bedingte Zahlungen)

2. Kapitalflussrechnung (IAS 7), mit folgenden Schwerpunkten:

  • erstmals für 2017 zu erstellende Überleitungsrechnung nach IAS 7.44A (Darstellung der Entwicklung von „Finanz“-Verbindlichkeiten betreffend zahlungswirksamen und nicht zahlungswirksamen Veränderungen)
  • Definition der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
  • Zahlungsmittelbestände mit Verfügungs-beschränkungen

3. Angaben im Zusammenhang mit den neuen Standards (IAS 8), mit folgenden Schwerpunkten:

  • Angaben zu den erwarteten Auswirkungen aus der Implementierung der neuen Standards (IFRS 9, IFRS 15, IFRS 16)
  • FMA verweist auf die ESMA Public Statements zu IFRS 9 und IFRS 15

4. Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen (IAS 24), mit folgenden Schwerpunkten:

  • Umfang der Angaben je nach Art und Komplexität des Geschäftsfalles
  • Definition von nahestehende Person bzw. Unternehmen
  • Angabe unabhängig von der Marktüblichkeit

Prüfungsschwerpunkte für Jahresabschlüsse nach UGB

5. Rechnungslegungsänderungsgesetz (RÄG) 2014, mit folgenden Schwerpunkten:

  • Bewertung von Finanzinstrumenten (beizulegender Wert vs beizulegender Zeitwert)
  • Für Kreditinstitute: Berücksichtigung der Besonderheiten des Bankgeschäfts
    (vgl. EAN 10/2017)

6. Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Darüber hinaus weist die FMA auf die Möglichkeit einer Pre-Clearance zu Rechnungslegungsfragen nach IFRS und nationaler Rechnungslegung hin. Eine Pre-Clearance durch die FMA stellt eine präventive Maßnahme zur Verbesserung der Qualität der Rechnungslegung und Stärkung des Marktvertrauens dar.

Eine ausführliche Übersicht und Darstellung der Prüfungsschwerpunkte ist auf der Homepage der ESMA und der FMA abrufbar.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte gerne an Ihren zuständigen KPMG Ansprechpartner.

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