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EBA konsultiert zur Bereitstellung von Informationen für die Erstellung von Abwicklungsplänen

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Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat eine öffentliche Konsultation zur Festlegung von Verfahren, Standardformularen und Dokumentvorlagen zur Bereitstellung von abwicklungsrelevanten Informationen eingeleitet.

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Hintergrund

Gemäß Art. 11 Abs. 3 der Richtlinie 2014/59/EU (BRRD) hat die EBA im Juli 2015 technische Durchführungsstandards (Implementing Technical Standards, ITS) veröffentlicht, in welchen die Informationen festgelegt werden, die von Instituten an Abwicklungsbehörden zum Zwecke der Erstellung von Abwicklungsplänen gemeldet werden müssen. Der aktuelle ITS basiert auf zwölf Templates, die verschiedene Aspekte der Abwicklungsplanung (u.a. Gruppenstruktur, interne Verflechtungen, Struktur der Aktiva und Passiva) abdecken. Mit der zunehmenden Erfahrung im Bereich der Abwicklungsplanung und den damit verbundenen wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen ist eine vollständige Berücksichtigung aller abwicklungsrelevanten Gesichtspunkte mit diesem ITS nicht mehr gewährleistet. Zusätzlich ist aus den bisherigen Rückmeldungen von Instituten zu erkennen, dass bestimmte Dateninhalte nicht einheitlich aufgefasst werden bzw. deren Meldungen nur mit hohem technischem Aufwand möglich sind.

Öffentliche Konsultation zur Revision des aktuellen ITS

Die noch bis zum 11. Dezember laufende öffentliche Konsultation dient der Revision des aktuellen ITS und zielt auf folgende Verbesserungspotentiale ab:

  1. Festlegung einer Mindestmeldeanforderung an abwicklungsrelevanten Informationen

    Der revidierte ITS soll zu Harmonisierungszwecken Mindestanforderungen zur Bereitstellung abwicklungsrelevanter Informationen enthalten. Dabei ist jedoch der Proportionalitätsgrundsatz zu beachten, sodass es im Ermessen der jeweiligen Abwicklungsbehörde liegt, vereinfachte oder zusätzliche Meldepflichten für kleinere bzw. größere Institute zu definieren.

  2. Festlegung von verfahrenstechnischen Anforderungen

    Hinsichtlich der verfahrenstechnischen Anforderungen sollen Minimumanforderungen betreffend Häufigkeit, Stichtag, Aggregationsebene und Umfang der Meldung definiert werden. Die Festlegung der Aggregationsebene und des Umfanges der abwicklungsrelevanten Informationen soll dabei auch das Bestehen von Abwicklungseinheiten bzw. Abwicklungsgruppen, in Abhängigkeit von der gewählten Abwicklungsstrategie, ausreichend berücksichtigen.

    Zusätzlich plant die EBA die Entwicklung eines Single Data Point Models (DPM) sowie, darauf aufbauend, von XBRL Taxonomien. Diese sollen die Konsistenz und Qualität der Datenbanken, aus welcher die Meldungen zusammengestellt werden, garantieren, und bestehende Doppel- und Redundantmeldungen aus verschiedenen aufsichtsrechtlichen Meldeanforderungen zukünftig vermeiden.

  3. Aktualisierung des bestehenden ITS unter Berücksichtigung aller Ergebnisse der Revision

    Der aktuelle ITS soll in drei Blöcke umstrukturiert werden, in welchen allgemeine Informationen zum Institut, finanzielle Informationen zu On- und Off-Balance Struktur, sowie spezifische Informationen zu Kerngeschäftsbereichen und Kritischen Funktionen abgebildet werden.

    Die Ergebnisse aus der Revision sowie der aktualisierte ITS sollen, zur Abfrage der abwicklungsrelevanten Informationen zum Stichtag 31.12.2018, erwartungsgemäß 2019 in Kraft treten.

 

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