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ESMA veröffentlicht drei Konsultationspapiere mit Vereinfachungen zur Prospektverordnung

Financial Services News

Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat am 6. Juli 2017 drei Konsultationspapiere (CP) zur Prospektverordnung veröffentlicht.

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Das erste Konsultationspapier (ESMA31-62-532) beschäftigt sich mit dem Format und dem Inhalt von Prospekten. ESMA empfiehlt die bestehenden Regelungen für Prospekte bei Wertpapieren, wenn diese öffentlich angeboten oder zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen werden, weitgehend beizubehalten. Außerdem schlägt sie eine Reihe von gezielten Erleichterungen vor, um Emittenten in Bezug auf Kosten zu entlasten.

Die ESMA hat des Weiteren einen Entwurf für Anforderungen an das neue „Universal Registration Document (URD)“ entwickelt. Der vorgeschlagene Inhalt des URD, das als eine Art „Shelf Registration Document“ agieren soll, basiert auf den Anforderungen an das Registrierungsdokument für Aktien.
Das zweite Konsultationspapier (ESMA31-62-649) beschäftigt sich mit dem „EU Growth Prospectus“. Das Konsultationspapier befasst sich mit dem Format und Inhalt des auf Klein- und Mittelunternehmen ausgerichteten EU-Growth-Prospekts und den damit in Zusammenhang stehenden Mindestanforderungen an Offenlegung und die Reihenfolge und den Inhalt der spezifischen Zusammenfassung.

ESMA hat, um die Proportionalität für KMUs zu gewährleisten, die individuellen Offenlegungsposten an die Größe der Emittenten und die Komplexität ihrer Operationen angepasst.
Das Paper zielt darauf ab, die Länge und Komplexität des Prospektinhaltes zu verringern und ein Ausgleich zwischen den Anforderungen an kleinere Emittenten und dem Anlegerschutz zu finden.
Das dritte Konsultationspapier(ESMA31-62-650) befasst sich mit Kriterien für die Prüfung von Prospekten und dem Verfahren für die Genehmigung und das Einreichen von Prospekten.

ESMA schlägt vor, dass Standardkriterien für die Prüfung der Vollständigkeit, Verständlichkeit und Konsistenz von Prospekten verabschiedet werden und die zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden in Bezug auf diese Standardkriterien ein gewisses Maß an Flexibilität bieten.

Im Hinblick auf die Genehmigung und Einreichung schlägt ESMA vor Verfahren einzuführen, die sowohl von den Marktteilnehmern als auch von den zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden eingehalten werden sollten. Diese sollten weitgehend auf den bestehenden Bestimmungen der delegierten Verordnung 2016/301 der Kommission basieren.

 

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