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EBA veröffentlicht Ergebnisse ihrer zweiten Studie zu den Auswirkungen von IFRS 9

Financial Services News

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat eine zweite Auswirkungsstudie durchgeführt, um mittels einer Stichprobe von 53 Instituten in der EU die Auswirkungen von IFRS 9 "Finanzinstrumente" zu untersuchen. Darüber hinaus hat sie die Konsultation über ihre Leitlinien zur einheitlichen Offenlegung von IFRS 9-Übergangsregelungen mit einer Frist zur Stellungnahme bis zum 13. September 2017 eingeleitet.

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Die Zielsetzung der zweiten Auswirkungsstudie lautete ähnlich wie bei der ersten Studie: Ein Abschätzen der Auswirkungen auf regulatorisches Kapital sowie die Betrachtung von Wechselwirkung mit aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Darüber hinaus wurde eine Konsultation der EBA veröffentlicht, welche definiert, welche Angaben beim Übergang auf IFRS 9 gemacht werden sollten; dies betrifft insbesondere den "ungefilterten" Erstanwendungseffekt von IFRS 9, d.h. ohne Anwendung der geplanten Übergangsvorschriften des Artikels 473a CRR.

Auf der qualitativen Seite hebt der Bericht hervor, dass Banken seit der vorigen Auswirkungsstudie weitere Fortschritte bei der Umsetzung von IFRS 9 gemacht haben. Kleinere Banken liegen aber bei den Vorbereitungen im Vergleich zu Größeren immer noch zurück. Weiters bestätigt der Bericht, dass Banken ihre Pläne zur Parallel-Verwendung von IAS 39 und IFRS 9 reduziert haben. Verschiedene Daten, Prozesse und Modelle werden verwendet, um erwartete Kreditverluste abzuschätzen. Dies hat zur Folge, dass die Vergleichbarkeit von Banken beeinflusst werden kann; daher seien Offenlegungen entscheidend.

Auf der quantitativen Seite zeigen die Ergebnisse der Studie, dass die erwarteten Auswirkungen von IFRS 9 vor allem durch die IFRS 9 – Wertminderungsvorschriften angetrieben werden. Der erwartete Anstieg der Wertberichtigungen beträgt im Durchschnitt 13% im Vergleich zu den berechneten nach IAS 39. Das harte Kernkapital (CET1) wird im Durchschnitt um bis zu 45 Basispunkte sinken. Kleinere Banken, die den Standardansatz (SA) zur Messung des Kreditrisikos nutzen, erwarten einen größeren Einfluss auf ihre Eigenmittelquote als größere Banken der Stichprobe.

Die EBA wird den Dialog mit Banken und Abschlussprüfern über die in der Studie beobachteten Probleme fortsetzen und Banken dazu ermutigen, ihre Bemühungen um eine qualitativ hochwertige Umsetzung von IFRS 9 fortzusetzen. Mittel- und langfristig ist die EBA daran interessiert, ein besseres Verständnis darüber zu erhalten, wie sich die Unterschiede bei der Umsetzung von IFRS 9 auf die Bewertung erwarteter Kreditverluste auswirken. Darüber hinaus wird sich die EBA weiterhin an Diskussionen auf EU- und internationaler Ebene beteiligen, um zu untersuchen, ob Änderungen des derzeitigen Regulierungsrahmens notwendig sind. Parallel dazu hat die EBA am 13. Juli 2017 auch eine Konsultation über ihre Leitlinien zur einheitlichen Offenlegung von IFRS 9-Übergangsregelungen eingeleitet, um sicherzustellen, dass die Pillar 3-Angaben über Kapital- und Leverage-Verhältnisse während der Übergangszeit in der gesamten EU konsistent sind.

 

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