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EZB äußert sich zu zu den möglichen Übergangsregelungen in Bezug auf IFRS 9

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich in einem Schreiben vom 1. Juni 2017 an das Europäische Parlament zu den möglichen Übergangsregelungen bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 geäußert.

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Kreditinstitute sollten laut EZB kein Wahlrecht zur Anwendung der Übergangsregelungen haben: entweder sollte eine verpflichtende Anwendung oder eine Anwendung im Ermessen der jeweiligen zuständigen Aufsichtsbehörde vorgesehen werden. Außerdem befürwortet die EZB einen statischen Ansatz, das heißt, sie vertritt die einmalige Ermittlung des Erstanwendungseffekts anstatt eines dynamischen Ansatzes, der zu jedem Stichtag während der Übergangszeit neu berechnet werden muss. Die EZB hält auch die Anpassung von verschiedenen Teilen der CRR für erforderlich, um mögliche Doppelerfassungen von Beträgen, die dem CET1-Kapital wieder zugerechnet werden, zu vermeiden (wie z.B. die Einbeziehung eines Fehlbetrags im Tier 2 Kapital). Weiter gibt die EZB zu bedenken, dass weitere Effekte der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 die Auswirkungen der geänderten Wertminderungsvorschriften teilweise oder sogar vollständig neutralisieren könnten. Durch Übergangsregelungen, die nur die Auswirkungen der geänderten Wertminderungsvorschriften berücksichtigen, könnte ein nicht gerechtfertigter erhöhter Effekt auf das CET1-Kapital entstehen. Für den Übergangszeitraum verweist die EZB auf die Regelungen des BCBS Standards von maximal fünf Jahren und weist darauf hin, dass der BCBS Standard keine vollständige Neutralisation des Erstanwendungseffektes im ersten Jahr vorsieht. Nach dem BCBS Standard wird eine lineare Amortisation des Erstanwendungseffekts präferiert. Dies bedeutet, dass die Erhöhung des CET1 Kapitals jedes Jahr linear reduziert wird.

 

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