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ESMA aktualisiert Fragen und Antworten zu MiFID II/MiFIR

Financial Services News

Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat am 31. Mai 2017 ihre Q&As zu „Market Structure Topics“, „Transparency Topics“ und „Commodity Derivatives Topics“ aktualisiert.

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Die Q&As zur Marktstruktur stellen klar, dass mit „kontinuierliche Bewertung und Überwachung des effektiven Markt- und Kreditrisikos“ gemeint ist, dass Wertpapierfirmen die im algorithmischen Handel tätig sind über Überwachungssysteme verfügen müssen, die in der Lage sind operative Warnungen in Bezug auf potentiellen Marktmissbrauch zu generieren. Hierfür müssen sie ihre eigenen Mitteilungen, ihren Auftragsfluss, ihre Aufzeichnungen zu Transkationen und Informationen aus anderen Quellen (Handelsplätzen, Brokern, Datenprovidern usw.) einbeziehen. Aufgrund dieser Informationen können Meldungen generiert werden und somit für einen Kontext zu Handelstätigkeiten sorgen.

In den Q&As zur Transparenz werden folgende Themen behandelt:

  • Bei dem zugrundeliegenden Vermögenswert in Zusammenhang mit „Exchange for Physcal“ (EFP) muss es sich um einen physischen Vermögenswert wie Waren handeln. Finanzinstrumente aus Sektion C des Annex I von MiFID II sind von EFP ausgeschlossen
  • Die Kalkulation von volumengewichteten Spreads sollte die Spanne zwischen volumengewichteten Angebots- und Nachfragepreisen aus dem öffentlichen Auftragsbuch des Handelsplatzes einbeziehen
  • Systematische Internalisierer (SI) können Offerte an Klienten streamen
  • Systematische Internalisierer können Kursofferte durch jedes elektronische System zur Verfügung stellen
  • Kursofferte sollen für einen angemessenen Zeitraum gültig sein um es Kunden zu ermöglichen diese zu nützen
  • Bei Anfragen an einen SI zu einem, auf einem Handelsplatz gehandelten Instrument, für das kein liquider Markt besteht, muss der SI sein Offert weder veröffentlichen noch für andere Anleger verfügbar machen sofern er die Anfrage annimmt
  • In Zusammenhang mit Eigenkapitalinstrumenten sollten SIs ihre Identität offenlegen wenn sie ihre Quoten auf einem geregelten Markt veröffentlichen
  • Wenn SIs die Grenzwerte für Wertpapierfirmen übersteigen dann muss dies binnen 3 Monate der nationalen Aufsichtsbehörde gemeldet werden
  • Wertpapierfirmen sollen Transaktionen sobald wie technisch möglich nach Durchführung der Transaktion an ein genehmigtes Veröffentlichungssystem (APA) melden. Das APA ist für die Veröffentlichung zuständig
  • ESMA empfiehlt APAs den MIC Code der ISO 10383 Registration Authority (SWIFT) zur Identifizierung zu verwenden
  • Ob Informationen zu Transaktionen von Instrumenten auf Handelsplätzen in Drittländern durch ein APA veröffentlicht werden müssen kommt auf den Charakter des Handelsplatzes an (wie in ESMA Opinion ESMA70-154-165, 31.05.2017 veröffentlicht).

 

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