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EBA veröffentlicht Vergleichsbericht zu Sanierungsmaßnahmen

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Am 1. März 2017 veröffentlichte die Europäische Bankenaufsicht den bereits vierten komparativen Bericht zu Sanierungsplänen.

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Nach den bereits erschienenen Peer-Group Vergleichen zu kritischen Funktionen und Kerngeschäftsbereichen (März 2015), Szenarien (Dezember 2015) und Governance und Indikatoren (Juli 2016) beschäftigt sich der aktuelle EBA Report mit den Sanierungsmaßnahmen und beurteilt damit die aktuelle Sanierungskapazität von Instituten in schweren Stresssituationen.

Ein Sanierungsplan gilt nur dann als vollständig, wenn er eine ausreichende Anzahl an plausiblen und durchführbaren Sanierungsmaßnahmen enthält. Diese müssen geeignet sein das Institut oder die Gruppe in diversen Stressszenarien schnell und effizient vor einer Pleite zu bewahren. Um dies zu gewährleisten müssen Banken jede Sanierungsmaßnahme einer qualitativen und quantitativen Analyse unterziehen (Auswirkungs- und Umsetzungsanalyse).

Die von der EBA begutachteten Sanierungspläne geben bereits einen guten Überblick und zeigen klare Verbesserungen im Vergleich zu jenen die vor Inkrafttreten der BRRD erstellt wurden. Gleichwohl wurde in folgenden Bereichen Verbesserungspotential identifiziert.

Beurteilung der Durchführbarkeit

Um die Durchführbarkeit besser beurteilen zu können, sollten Governance und Entscheidungsprozesse bei Aktivierung von Sanierungsmaßnahmen umfangreicher beschrieben werden. Ferner ist es nicht ausreichend, Maßnahmen unter allgemeinen Stressbedingungen zu testen. Eine Beurteilung der Durchführbarkeit sollte dabei für jedes Szenario separat vorgenommen werden. Wichtig hierbei ist insbesondere die detaillierte Analyse der Zeit bis zur Durchführung der Sanierungsmaßnahme sowie die vorbereitenden Maßnahmen zur rascheren und effizienteren Umsetzung.

Auswirkungsanalyse

Der Detaillierungsgrad der getesteten Sanierungsmaßnahmen ist in vielen Plänen unzureichend. Die unterstellen Annahmen sind oft nicht ausreichend begründet oder qualitativ untermauert. Oft wurden über alle Szenarien die gleichen Annahmen getroffen.

Wesentliche Töchter

Die Berücksichtigung von wesentlichen Töchtern stellt sich als große Herausforderung dar. Viele Pläne nehmen Bezug auf gruppeninterne Unterstützungsleistungen (insb. hinsichtlich Kapital und Liquidität) jedoch ohne Bezugnahme auf die Vorgaben für Intra-group Arrangements gemäß Artikel 19, BRRD.

Operationelle Auswirkungen

Während die Auswirkungen diverser Sanierungsmaßnahmen hinsichtlich der Aufrechterhaltung der kritischen Funktionen und Kerngeschäftsbereiche in fast allen Plänen enthalten waren, beinhalten nur rund ein Drittel der analysierten Sanierungspläne detaillierte Informationen über operationelle Auswirkungen auf die Finanzmarktinfrastruktur, Managementinformationssysteme, IT-Services und das Risikomanagement.

 

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