Tax News: Neu seit 01. Jänner 2017: Automatische Datenübermittlung für Sonderausgaben

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Für das Veranlagungsjahr 2017 werden bestimmte Sonderausgaben erstmals automatisch von der Finanzverwaltung berücksichtigt. Dies setzt voraus, dass der Steuerpflichtige dem Zahlungsempfänger seinen Vor- und Zunamen sowie sein Geburtsdatum bekannt gibt. Die Eintragung in die Einkommensteuererklärung entfällt.

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Datenaustausch statt Selbsterklärung

Zahlungen, die bisher durch Bekanntgabe in der Steuererklärung als Sonderausgaben berücksichtigt wurden, können seit 01. Jänner 2017 grundsätzlich nur mehr dann steuerlich abgesetzt werden, wenn die empfangenden Organisationen eine entsprechende Datenübermittlung an die Finanzverwaltung durchführen.

Betroffen sind folgende Zahlungen, die seit 01. Jänner 2017 an Organisationen, mit fester örtlicher Einrichtung im Inland geleistet werden:

  • private Spenden
  • Kirchenbeiträge
  • freiwillige Weiterversicherung in der gesetzlichen Pensionsversicherung (einschließlich Nachkauf von Versicherungszeiten)

Nicht betroffen sind betriebliche Spenden, die als Betriebsausgabe berücksichtigt werden sollen und sonstige Sonderausgaben (zB Versicherungen, Steuerberatungskosten, Wohnraumschaffung und Sanierung).

Datenbekanntgabe und Datenschutz

Die Berücksichtigung als Sonderausgabe setzt voraus, dass der Zuwendende dem Zahlungsempfänger seinen Vor- und Zunamen sowie sein Geburtsdatum bekannt gibt. Wichtig dabei ist, dass die Schreibweise des Vor- und Zunamens mit jener im Meldezettel übereinstimmt.

Zur Gewährleistung des Datenschutzes werden die persönlichen Daten nur in verschlüsselter Form (sogenanntes verschlüsseltes bereichsspezifisches Personenkennzeichen für Steuern und Abgaben) übermittelt.

Dem Finanzamt werden nicht mehr Informationen zugänglich gemacht als zur Überprüfung der konkreten Sonderausgaben erforderlich sind und auch bereits bisher im Wege der Eintragung in die Steuererklärung bekannt gegeben wurden.

Die Zahlungen werden in der Folge automatisch in der Steuererklärung des Betroffenen berücksichtigt.

Eine Verpflichtung zur Datenbekanntgabe an die Organisation besteht nicht, ebenso kann die Übermittlung der Daten jederzeit untersagt werden. Eine steuerliche Berücksichtigung der Zahlungen ist dann jedoch ausgeschlossen.

Kontrolle und Korrektur

Der Steuerpflichtige kann selbst über FinanzOnline einsehen, welche seiner Zahlungen gemeldet wurden und in seiner Steuererklärung als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Wurde eine Meldung nicht (korrekt) durchgeführt, muss eine Korrektur durch die jeweilige Organisation veranlasst werden.

Sollte die Spendenorganisation eine Korrektur verweigern, so kann die Sonderausgabe im Rahmen der Glaubhaftmachung geltend gemacht werden.

Gerne beraten und unterstützen wir Sie zu dieser Thematik.

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