Neuerung MREL Konzept

Neuerung MREL Konzept

Die EU-Kommission hat am 23. November 2016 ein umfangreiches Reformpaket vorgeschlagen, das bestehende Regeln zur Regulierung von Banken an internationale Vereinbarungen anpasst. Im Zuge dessen werden die vereinbarten Vorgaben des Basler-Ausschusses umgesetzt und somit internationale Standards in das EU-Recht überführt.

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Im Detail gleicht das Paket auch die bisher in der europäischen Bankensanierungs- und abwicklungsrichtlinie (BRRD) enthaltenen Vorgaben zu MREL (Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten) an den internationalen Standard TLAC (TLAC – Total Loss Absorbing Capacity) an.

Unser Newsflash behandelt die Neuerungen des MREL-Konzepts:

Im Kern zielt die Neufassung der Vorgaben zu MREL darauf ab, die spezifischen Kapitalanforderungen an Banken für den Abwicklungsfall mit den generellen regulatorischen Eigenmittelanforderungen zusammenzuführen. Entsprechend erfordert dies eine Harmonisierung der Regelungen der BRRD (bzw dem BaSAG als Überführung der BRRD in österreichisches Recht) und der SRM-Verordnung mit den Regelungsbereichen der CRR, CRD IV sowie der SREP-Verordnung.

Die wesentlichen Neuregelungen des vorgeschlagenen Gesetzesentwurfs betreffen die folgenden Bereiche:   

  • Berechnung von MREL und Vorgabe konkreter Mindestanforderungen
    MREL wird in Relation zu den risikogewichteten Aktiva ausgedrückt und zu einer neuen übergreifenden Kapitalkennziffer, die die weiterhin bestehenden Anforderungen an das Kern- und Ergänzungskapital und die neuen Anforderungen an bail-in-fähige Finanzinstrumente in einer Gesamtquote ausdrückt. 

  • Einführung zusätzlicher MREL-Konsolidierungskreise
    Eine weitere aus dem TLAC-Konzept übernommene Neuerung des Gesetzentwurfs mit hoher strategischer Relevanz ist die Einführung von Abwicklungseinheiten (Resolution Entities) und Abwicklungsteilkonzernen (Resolution Groups). 

  • Anrechenbarkeit von Finanzinstrumenten auf MREL
    Hinsichtlich der Definition bail-in-fähiger Verbindlichkeiten und der Anrechenbarkeit von Finanzinstrumenten zur Erfüllung von MREL-Vorgaben, enthält der Entwurf unterschiedliche Regelungen für G-SIIs und Non-G-SIIS. 

  • MREL-Abzugspflichten
    Es gibt eine Einschränkung für Institute, bail-in-fähige Finanzinstrumente anderer Institute zu halten. 

Wir hoffen, dass Sie die eine oder andere Anregung aus dem Newsflash mitnehmen und stehen Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung!

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