Insurance News | KPMG | AT

Insurance News: Schwankungsrückstellung nach VU-SWRV 2016

Insurance News

Die Verordnung der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) über die Bildung einer Schwankungsrückstellung in der Schaden- und Unfallversicherung von Versicherungsunternehmen (Schwankungsrückstellungs-Verordnung 2016 – VU-SWRV 2016) BGBl. II Nr. 315/2015 wurde aufgrund des VAG 2016 neu erlassen. Die wesentlichen Änderungen, die sich durch diese Neufassung ergeben, werden im Folgenden kurz dargestellt.

Für den Inhalt verantwortlich

Kontakt

Verwandte Inhalte

Versicherungszweige und Geschäftsbereiche

Es besteht ein Wahlrecht, die einzelnen Sparten der Schaden- und Unfallversicherung entweder wie bisher nach Versicherungszweigen (§ 1, Abs. 1) aufzuteilen (Anlage A VAG 2016) oder diese neu auf Geschäftsbe-reiche (§ 1, Abs. 2) zusammenzufassen. Das Prinzip der Stetigkeit ist dabei anzuwenden.

Bezüglich der Zuordnung zu den Geschäftsbereichen wird auf Anhang 1 der L2 VO (EU 2015/35) und das Schreiben der FMA vom 31.1.2014 zur „Segmentierung der Geschäftsbereiche der Schaden- und Unfallversi-cherung nach Solvency II“ verwiesen. Bei einem Umstieg von Versicherungszweigen auf Geschäftsbereiche ist nach § 1 (8) die vorhandene Rückstellung im Verhältnis der Sollbeträge aufzuteilen.

Diese Vorgehensweise wird aufgrund der Granularität nur beim Übergang von Geschäftsbereichen auf Versi-cherungszweige bzw. bei Aufteilung eines Versicherungszweiges auf mehrere Geschäftsbereiche als relevant betrachtet.

Bei eindeutiger Zuordnung eines Versicherungszweiges zu einem Geschäftsbereich könnte die Aufteilung anhand der Sollbeträge zu einer unverhältnismäßigen Aufteilung der Schwankungsrückstellung zu Beginn des Übergangsjahres führen, welche zudem mit Ende des Übergangsjahres wieder umgekehrt werden würde.

Im Zusammenhang mit dem Übergang von Versicherungszweigen auf Geschäftsbereiche gibt der Verord-nungstext zum aktuellen Zeitpunkt keinen allumfassenden Aufschluss über die erforderliche Vorgehenswei-se. Bei einem Wechsel zu beachten ist, dass der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Anhang darzulegen ist.

 

Zusammenfassung direktes und indirektes Geschäft

Nach § 8 können künftig direktes und indirektes Geschäft eines Versicherungszweiges oder eines Ge-schäftsbereiches zusammengefasst werden. Die Daten des Beobachtungszeitraumes sind hier ebenso wie bei einer Umstellung von Versicherungszweigen auf Geschäftsbereiche anzupassen.

 

Voraussetzungen zur Bildung einer Schwankungsrückstellung

Der Durchschnittswert der abgegrenzten Eigenbehaltsprämien der letzten drei Geschäftsjahre wurde von ATS 2 Mio. auf EUR 150.000 aufgerundet (§ 9 Z1).

 

Schadenunabhängige Zuführung

Die schadenunabhängige Zuführung soll ab 1.1.2016 1,5 % des Sollbetrages anstatt bisher 3,5 % betragen.

 

Zum Gesetzestext

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP)

 

Absenden