EBA veröffentlicht finale Leitlinien zur Vergütung des Verkaufspersonals

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Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde hat ihre finalen „Leitlinien zur Vergütungsgrundsätzen und –praktiken hinsichtlich Verkauf und Bereitstellung von Finanzprodukten und Finanzdienstleistungen“ veröffentlicht.

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Mit der Umsetzung dieser Leitlinien sollen die Verbraucher vor den Risiken des „Miss-Selling“ von Finanzprodukten und Finanzdienstleistungen, die aus schlechten Vergütungspraktiken resultieren, geschützt werden.

Die Leitlinien beziehen sich auf die Vergütung von Verkaufspersonal in Kreditinstituten, Kreditgebern, Kreditvermittlern, Zahlungsinstituten sowie E-Geld Instituten, welche ihren Kunden Einlagen, Zahlungskonten, Zahlungsdienstleistungen, elektronisches Geld, Baufinanzierungen und andere kreditähnliche Produkte anbieten. Sie bilden ein Rahmenwerk zur Implementierung von Vergütungsgrundsätzen und -praktiken für diese Institutionen, das die Verbindung zwischen der Vergütung des Verkaufspersonals und der fairen Behandlung der Verbraucher verbessert und zur Reduktion der Risiken des „Miss-Selling“ beiträgt.

Dabei befinden insbesondere die folgenden Punkte im Fokus:

  • Das Leitungsorgan trägt die Verantwortung für die Ausgestaltung und Überwachung der Vergütungsgrundsätze und -praktiken und berücksichtigt dabei die Rechte und Interessen der Kunden
  • Vermeidung von Interessenkonflikten
  • Die Höhe der variablen Vergütung wird anhand quantitativer und qualitativer Kriterien festgelegt
  • Aufbewahrung relevanter Dokumente für Prüfungszwecke

Unter Berücksichtigung des Feedbacks im Rahmen der Konsultation (vom 22. Dezember 2015) zu der Thematik, hat die EBA gesonderte Anforderungen hinsichtlich der Genehmigung und Überwachung der Vergütungsgrundsätze und -praktiken in die Leitlinien integriert. Die angepassten Anforderungen stellen außerdem klar, welche Informationsart von Institutionen aufgezeichnet werden muss, um die Einhaltung der Leitlinien zu gewährleisten. Des Weiteren wird in den erweiterten Anforderungen deutlich gemacht, dass eine Übertragung der Genehmigung und Überwachung der Vergütungsgrundsätze und -praktiken nur dann erfolgen kann, wenn die Verantwortlichkeit dafür in letzter Instanz beim
Leitungsorgan verbleibt.

Um die Umsetzung der Leitlinien in den Mitgliedstaaten zu vereinfachen bzw. um Marktteilnehmern genügend Zeit zur Vornahme erforderlicher Veränderungen ihrer Vergütungsgrundsätze und -praktiken zu geben, wurde die Anwendungsfrist der Leitlinien vom 3. Januar 2017 auf den 13. Januar 2018 verschoben.

 

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