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ESMA konsultiert Leitlinien zur Product Governance

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Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA hat am 05. Oktober 2016 einen Entwurf für Leitlinien zur Konsultation gestellt, die die Anforderungen an die Entwicklung und Vertriebssteuerung von Finanzinstrumenten (Product Governance) konkretisieren sollen.

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Im Mittelpunkt stehen Vorgaben zum Zielmarkt, den die Unternehmen nach der europäischen Finanzmarktrichtlinie (Markets in Financial Instruments Directive II – MiFID II) künftig zu bestimmen haben.

Die ESMA hat sechs Kategorien zur Definition des Zielmarkts zusammengestellt, welche für Erzeuger und Vertrieb analog anzuwenden sein sollen. Diese sechs Kategorien stellen in den Augen der ESMA das erforderliche Minimum dar, wobei es Marktteilnehmern freisteht, weitere Kategorien zu verwenden, wenn diese zur Beschreibung des Produkts als wichtig erachtet werden. Insbesondere wiederholt ESMA ihre Anforderung, dass das Granularitätsniveau der Zielmarktdefinition so gewählt werden muss, dass ein Vertrieb eines Finanzinstruments an Kunden, deren Ziele und Bedürfnisse es nicht trifft, vermieden werden kann.

Die vorgeschlagen Kriterien zur Zielmarktdefinition stellen, im Vergleich zu bisher am Markt zirkulierten Konzepten, einen überraschend pragmatischen Zugang dar, dessen Umsetzung insofern etwas erleichtert wird, da diese auf Basis der bisher im Anlegerprofil vorliegenden Informationen vorgenommen werden kann.

  • Kundenzielgruppe für das Produkt
  • Kenntnisse und Erfahrungen
  • Finanzielle Situation, mit Fokus auf Verlusttragfähigkeit
  • Risikotoleranz und Vereinbarkeit des Rendite-Risiko-Profils mit den Bedürfnissen des Zielmarkts
  • Veranlagungsziel
  • Kundenbedürfnisse

Stellungnahmen nimmt die ESMA bis zum 5. Januar 2017 entgegen.

 

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