EBA harmonisiert EU-weite Ausfalldefinitionen gemäß CRR

Financial Services News

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde hat ihre finalen Richtlinien zur Anwendung von Ausfalldefinitionen gemäß Art. 178 der Verordnung (EU) 575/2013 (CRR) sowie ihre finalen regulatorischen technischen Standards (RTS) zur Wesentlichkeitsschwelle von ausstehenden Kreditverpflichtungen veröffentlicht.

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In Art. 178 Abs. 7 CRR „Schuldnerausfall“ ist vorgesehen, dass die EBA für die Anwendung der CRR-Regelungen Leitlinien herauszugeben hat.

Innerhalb der Leitlinien werden alle Aspekte hinsichtlich der Anwendung von Ausfalldefinitionen spezifiziert, wie beispielsweise das „Days Past Due“ -Kriterium zur Ausfallidentifizierung, die „Unlikeliness-to-pay“ (Kreditnehmer kommt seinen Verpflichtungen höchstwahrscheinlich nicht nach), die Anwendung der Ausfalldefinition in einer Bankengruppe sowie spezielle Aspekte im Zusammenhang mit Retailgeschäften.

Die technischen Standards gehen hingegen auf die Bedingungen zur Festlegung der Wesentlichkeitsschwelle für ausstehende Kreditverpflichtungen ein, welche eine relative und eine absolute Komponente mit sich bringt. Dabei werden die Schwellenwerte von den zuständigen Behörden festgesetzt und im Anschluss von den jeweiligen Instituten innerhalb der Rechtsprechung umgesetzt. Im Falle des Vorliegens einer relativen Komponente der Wesentlichkeitsschwelle empfiehlt die RTS, diese bei 1% festzusetzen, sofern keine spezifischen Gründe dagegen sprechen.

Sowohl die Leitlinien als auch die regulatorischen technischen Standards stellen Teilbereiche einer breiter aufgestellten aufsichtlichen Überprüfung des IRB (Internal Ratings Based) Ansatzes durch die EBA dar. Die harmonisierten Ausfalldefinitionen gelten jedoch auch für jene Institute, welche den Standardansatz verwenden.

Die Implementierung der Leitlinien und der technischen Standards wird bis spätestens Ende 2020 erwartet. Banken, die den IRB Ansatz verwenden, haben die Umsetzung an individuell ausgestaltete Pläne anzupassen, welche zwischen den Instituten und den jeweils zuständigen Behörden vereinbart werden und im Einklang mit der Stellungnahme der EBA zur Implementierung der aufsichtlichen Überprüfung des IRB-Ansatzes im Februar 2016 (wir haben darüber in der Ausgabe 03/2016 unseres Newsletters berichtet) stehen.  

 

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