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ESMA aktualisiert Q&A zu EMIR

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Die Aktualisierung der Europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde betrifft das Ausfallsmanagement von Zentralen Gegenparteien, den Zugang der Aufsichtsbehörden zu Transaktionsregisterdaten, das Meldewesen bezüglich des Nominales in Lageberichten und die Clearingpflicht.

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Ausfallsmanagement

Gemäß Art. 48 EMIR kann eine Zentrale Gegenpartei (CCP) Positionen eines ausfallenden Clearingmitglieds liquidieren, wenn eine Übertragung auf ein anderes Clearingmitglied nicht möglich ist. In diesem Zusammenhang klären die Q&A der ESMA die Frage, ob es zulässig ist, Positionen, die in mehreren Accounts gehalten werden durch eine gemeinsame Transaktion zu liquidieren. Gemäß der ESMA ist diese Vorgehensweise zulässig, wenn die CCP nicht etwas Gegenteiliges in ihren Operating Rules vereinbart hat. Die Kosten für diese gemeinsame Transaktion sind nach dem Marktwert der Positionen zu den einzelnen Accounts aufzuteilen.

Zugang zu Transaktionsregisterdaten

Die Frage zum Umfang der zu meldenden Daten wurde modifiziert. Bei der Meldung der Transaktionsregisterdaten sind auch Daten über jene Derivate zu melden, die das Transaktionsregister unter Berücksichtigung der Verfahren gem. Art. 19 lit a und b der delegierten Verordnung 150/2013 nicht akzeptiert hat.

Meldung des Feldes „Notional“ in Positionsberichten

Dieses Feld muss immer gemeldet werden, da grundsätzlich jedes Feld verpflichtend zu befüllen ist. Bezüglich Optionen und Futures erklärt die ESMA, dass der Wert folgendermaßen zu berechnen ist:

  • Optionen: Notional = Menge * Preismultiplikator * Basispreis/Ausübungspreis
  • Futures: Notional = Menge * Preismultiplikator * Abrechnungspreis

Clearingpflicht

Buchstabe a der Antwort zu Frage 17 des ersten Abschnitts „OTC“ bezüglich Frontloading Anforderungen für die Clearingpflicht wurde gelöscht.

Frage 20 des gleichen Abschnitts stellt durch die Aktualisierung nun klar, dass ein Swap, der aus einer Swaption resultiert, auch von der Clearingpflicht umfasst ist, wenn

  • der Swap und die dazugehörende Swaption zum oder nach dem Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Clearingpflicht eingegangen wurde
  • der Swap zum oder nach dem Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Clearingpflicht und die dazugehörige Swaption zum oder nach dem Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Frontloadingverpflichtung beginnt und vor Wirksamwerden der Clearingpflicht eingegangen werden
  • der Swap und die Swaption zum oder nach dem Zeitpunkt des Beginns der Frontloadingverpflichtung und vor Wirksamwerden der Clearingpflicht eingegangen werden und zusätzlich der Swap eine verbleibende Laufzeit hat, die länger ist, als die mindestens erforderliche verbleibende Laufzeit gem. RTS zur Clearingpflicht. Diese Mindestrestlaufzeit beträgt je nach dem wann der Kontrakt abgeschlossen oder verlängert wurde und um welche Kategorie von Gegenpartei es sich handelt, 50 Jahre, 3 Jahre oder 6 Monate. Beispielsweise 50 Jahre wenn:
    •  es sich um eine finanzielle Gegenpartei der Kategorie 1 handelt, d.h. die Gegenpartei war zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung über RTS zur Clearingpflicht in Bezug auf mindestens eine Kategorie von OTC-Derivaten Clearingmitglied einer zugelassenen und anerkannten Zentralen Gegenpartei
    • und der Kontrakt vor dem 21. Februar 2016 abgeschlossen wurde und einer im Anhang der Verordnung genannten Kategorie von OTC-Derivaten angehört

 

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