Tax News: Änderung der Sachbezugswerteverordnung betreffend Dienstautos

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Das BMF hat nunmehr die endgültige Verordnung zur Neuregelung der Sachbezugsbewertung für die Privatnutzung arbeitgebereigener Kraftfahrzeuge herausgegeben. Demnach ist ab 2016 ein monatlicher Sachbezug von 2 % der tatsächlichen Anschaffungskosten (maximal EUR 960) anzusetzen, wenn der CO2-Ausstoss des betreffenden Fahrzeuges einen bestimmten Grenzwert übersteigt.

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Das BMF hat am 01.09.2015 eine Verordnung (BGBl II 2015/243) ausgegeben, mit der die Sachbezugswerteverordnung im Hinblick auf die Bewertung der Privatnutzung von arbeitgebereigenen Kraftfahrzeugen (nicht berufliche Fahrten einschließlich Fahrten Wohnung – Arbeitsstätte) mit Wirkung ab 2016 wie folgt geändert wird:

  • Grundsätzlich ist ein monatlicher Sachbezug von 2 % der tatsächlichen Anschaffungskosten, maximal EUR 960, anzusetzen.
  • Abweichend davon kann für Kraftfahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von nicht mehr als 130 g/km (im Begutachtungsentwurf noch 120 g/km) ein Wert von 1,5 % der Anschaffungskosten (maximal EUR 720) angesetzt werden. Dieser Grenzwert verringert sich beginnend mit dem Kalenderjahr 2017 bis 2020 um jährlich 3 Gramm (im Begutachtungsentwurf noch 4 Gramm), wobei bezüglich dieser Absenkung auf das Anschaffungsjahr des Fahrzeuges abzustellen ist. Entsprechend den EB ist der CO2-Emissionswert von 130 g/km (im Begutachtungsentwurf noch 120 g/km) für sämtliche überlassene Kraftfahrzeuge maßgeblich, die im Jahr 2016 und davor angeschafft werden bzw worden sind.

Es ergibt sich daher folgende Abstufung:

Jahr der Anschaffung
max. CO2-Ausstoß (g/km)
2016 und davor 130
2017 127
2018 124
2019 121
2020 und danach 118
  • Für Kraftfahrzeuge ohne CO2-Ausstoß (Elektrofahrzeuge) ist kein Sachbezug anzusetzen (im Begutachtungsentwurf war diese Begünstigung noch auf den Zeitraum zwischen 2016 und 2020 eingeschränkt).
  • Bei Gebrauchtfahrzeugen ist der Listenpreis und (im Hinblick auf die Verknüpfung mit dem Schadstoffausstoß neu) der Schadstoffgrenzwert des Jahres der Erstzulassung maßgebend.
  • Die Regelungen über den „Mini“- Sachbezug (besondere Untergrenzen bei geringfügiger Privatnutzung in § 4 Abs 3 SB-VO) werden an die geänderte Struktur angepasst.
  • Kann ein Arbeitnehmer abwechselnd verschiedene arbeitgebereigene Fahrzeuge nutzen (zB Poolfahrzeuge), ist der Durchschnittswert der Anschaffungskosten Basis für die Sachbezugsbewertung. Ist unter den zur Verfügung gestellten Fahrzeugen eines mit einem Schadstoffausstoß über den angeführten Grenzwerten, beträgt der maximale Monatsbetrag EUR 960,00, ansonsten EUR 720,00.
  • Bei einem einmaligen Kostenbeitrag ist der Sachbezugswert von den um den Kostenbeitrag gekürzten Anschaffungskosten zu rechnen. Die bisher bestehende Möglichkeit, den Kostenbeitrag auf 8 Jahre verteilt vom laufend ermittelten Sachbezug abzuziehen, entfällt.

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