Tax News: Änderungen bei der Besteuerung von Gehaltszahlungen

Tax News

Durch das Abgabenänderungsgesetz 2014 (Regierungsvorlage) soll der Betriebsausgabenabzug für Gehälter, die EUR 500.000,00 pro Person im Wirtschaftsjahr übersteigen, ausgeschlossen werden. Außerdem sollen Begünstigungen bei der Besteuerung von Bezügen anlässlich der Beendigung des Dienstverhältnisses eingeschränkt werden. Soweit solche Bezüge nicht mit 6 % begünstigt besteuert werden, soll deren Abzugsfähigkeit entfallen.

1000

Für den Inhalt verantwortlich

Senior Manager, Tax

KPMG Austria

Kontakt

Verwandte Inhalte

Nach der Regierungsvorlage des Abgabenänderungsgesetzes 2014 soll zukünftig das Entgelt für Arbeits- oder Werkleistungen an organisatorisch eingegliederte Personen (zB Geschäftsführer, Vorstand, Dienstnehmer) nicht abzugsfähig sein, soweit es den Betrag von EUR 500.000,00 pro Person und Wirtschaftsjahr übersteigt. Davon ausgenommen sind Abfertigungszahlungen (für freiwillige Abfertigungen soll allerdings ein eigenes Abzugsverbot geschaffen werden – siehe unten) und Aufwandsersätze. Das Abzugsverbot greift auch für Pensionsansprüche (die Rückstellungsbildung soll steuerlich nur insoweit abzugsfähig sein, als die jährliche Pension EUR 500.000,00 nicht überschreitet). Die vom Dienstgeber zu entrichtenden Lohnnebenkosten sollen nicht unter das Abzugsverbot fallen. Werden im Konzern Bezüge von mehreren Gesellschaften an dieselbe Person gezahlt, sind die Bezüge für Zwecke der EUR 500.000,00-Grenze zusammenzuzählen und unterliegen bei Überschreiten der Grenze aliquot dem Abzugsverbot.

Außerdem sollen zukünftig freiwillige Abfertigungen und andere Bezüge, die bei oder nach Beendigung des Dienstverhältnisses anfallen, nur noch dann steuerlich abzugsfähig sein, wenn sie beim Empfänger der begünstigten Besteuerung mit 6 % unterliegen (siehe sogleich). Dieses Abzugsverbot gilt unabhängig von der zuvor genannten EUR 500.000,00-Grenze, somit also auch für Zahlungen an Personen, deren laufende Vergütung jährlich EUR 500.000,00 nicht erreicht. Soweit zukünftige Abfertigungszahlungen nicht der Besteuerung mit 6 % unterliegen, darf dafür keine steuerliche Rückstellung gebildet werden.

In welcher Höhe Bezüge, die bei oder nach Beendigung des Dienstverhältnisses anfallen (zB freiwillige Abfertigungen), mit 6 % zu versteuern sind, ist momentan von der Höhe der laufenden Bezüge der letzten zwölf Monate abhängig (der maximal begünstigt besteuerte Betrag ist ein bestimmter Bruchteil dieser Bezüge). Diese Regelung wird beibehalten, jedoch um eine weitere Einschränkung ergänzt. Die laufenden Bezüge der letzten zwölf Monate sind nämlich maximal mit dem 9-fachen der monatlichen ASVG-Höchstbeitragsgrundlage anzusetzen (ist zB nach der geltenden Rechtslage ein Viertel der laufenden Bezüge der letzten zwölf Monate begünstigt, soll der begünstigte Betrag zukünftig mit dem Neunfachen der monatlichen ASVG-Höchstbeitragsgrundlage gedeckelt sein).

Die darüber hinaus bestehenden Begünstigungen für Vergleichssummen und Kündigungsentschädigungen (ein Fünftel steuerfrei) sollen ebenfalls gedeckelt werden (mit dem Neunfachen der monatlichen ASVG-Höchstbeitragsgrundlage). Für sonstige Zahlungen für den Verzicht auf Arbeitsleistungen für künftige Lohnzahlungszeiträume soll zukünftig keine eigene Begünstigung mehr bestehen (bisher ebenfalls ein Fünftel steuerfrei).

Das Abzugsverbot soll erstmals für Aufwendungen zur Anwendung kommen, die nach dem 28. Februar 2014 anfallen. Die Einschränkungen der begünstigten Besteuerung von Bezügen anlässlich der Beendigung des Dienstverhältnisses sollen erstmals für Auszahlungen zur Anwendung kommen, die nach dem 28. Februar 2014 erfolgen. In beiden Fällen ist eine Übergangsregelung für Sozialpläne vorgesehen, die vor dem 1. März 2014 abgeschlossen wurden.

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP)

 

Absenden

KPMG's neue digitale Plattform

KPMG hat einen neuen Webauftritt entwickelt, der einen möglichst einfachen, nutzerfreundlichen Zugang zu den Inhalten von KPMG bieten soll.