Tax News: Neuer Lohnzettel bei Auslandsentsendungen (Art 24)

Tax News

Das BMF hat einen neuen Lohnzettel für Auslandsentsendungen bei Anwendung der Anrechnungsmethode (Lohnzettel Art 24) aufgelegt. Bisher war nur ein Lohnzettel für Auslandsentsendungen, bei denen zur Steuerentlastung die Befreiungsmethode gilt, vorgesehen (Lohnzettel Art 8). In einer Information des BMF werden dazu die wesentlichen Aspekte dargestellt.

1000

Für den Inhalt verantwortlich

Verwandte Inhalte

Der Arbeitgeber muss im Fall einer Auslandsentsendung, bei der in Österreich im Hinblick auf das Besteuerungsrecht im ausländischen Tätigkeitsstaat eine Steuerentlastung gewährt wird, einen eigenen Auslandslohnzettel ausstellen. Bisher war ein eigener Lohnzettel (Art 8) aber nur für Entsendefälle, in denen die Befreiungsmethode zur Anwendung gelangt, vorgesehen. Bei Auslandsentsendungen in Länder, bei denen in Österreich zur Steuerentlastung die Anrechnungsmethode anzuwenden ist, war bislang nicht erkennbar, für welche Teile der im Lohnzettel Art 1 ausgewiesenen Gesamtbezüge dem ausländischen Tätigkeitsstaat das Besteuerungsrecht zukommt. Ab 1.1.2014 steht für diese Fälle die neue Lohnzettelart 24 zur Verfügung.

Das Finanzministerium hat zum neuen Lohnzettel Art 24 ein Schreiben herausgegeben (BMF-Information vom 5.12.2013, BMF-010222/0127-VI/7/2013), in dem folgende wesentliche Aspekte festgehalten werden:

  • Im Lohnzettel Art 24 sind jene Bezüge zu erfassen, für die dem ausländischen Tätigkeitsstaat das Besteuerungsrecht zukommt und für die im Ansässigkeitsstaat Österreich die Anrechnungsmethode zur Anwendung gelangt. Der Lohnzettel Art 24 muss unabhängig davon, ob von diesen Bezügen in Österreich Lohnbesteuer einbehalten wurde, ausgestellt werden.
  • Bei Entsendungen in unterschiedliche Länder ist für jedes Land ein gesonderter Lohnzettel Art 24 (bzw bei Anwendbarkeit der Freistellungsmethode ein Lohnzettel Art 8) auszustellen.
  • Liegen während des betreffenden Jahres neben diesen Bezügen auch ausschließlich in Österreich steuerpflichtige Bezüge vor, ist für diesen Zeitraum ein Lohnzettel Art 1 zu übermitteln.
  • Liegen steuerbegünstigte Einkünfte gem § 3 Abs 1 Z 10 EStG („Montageprivileg“) vor, so ist zusätzlich der Lohnzettel Art 23 auszustellen.
  • Die KZ 260 (anrechenbare Lohnsteuer) ist nur auszufüllen, wenn der inländische Arbeitgeber für die Bezüge, für die dem ausländischen Tätigkeitsstaat ein Besteuerungsrecht zusteht, im Inland Lohnsteuer abgeführt hat. Die im Ausland entrichtete Lohnsteuer ist nicht im Lohnzettel Art 24 anzuführen, sondern in die Veranlagung (Formular L 1i) aufzunehmen.

Nachstehende Tabelle soll einen Überblick über den heranzuziehenden Auslandslohnzettel geben:

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP)

 

Absenden

KPMG's neue digitale Plattform

KPMG hat einen neuen Webauftritt entwickelt, der einen möglichst einfachen, nutzerfreundlichen Zugang zu den Inhalten von KPMG bieten soll.