Tax News | KPMG | AT

Tax News: Erwartete steuerliche Änderungen auf Grund des veröffentlichten Regierungsprogrammes

Tax News

Im Arbeitsprogramm der Regierung sind bereits einige konkrete Maßnahmen enthalten, die zu zukünftigen Änderungen im Unternehmenssteuerrecht führen können. Die konkrete gesetzliche Ausgestaltung muss noch abgewartet werden, jedoch sind bereits einige Maßnahmen sehr konkret angeführt. Vor kurzem wurde auch bereits der Entwurf des Abgabenänderungsgesetzes 2014 auf der Homepage des BMF veröffentlicht, in dem die Maßnahmen bereits gesetzlich ausformuliert werden. Die Gesetzwerdung bleibt abzuwarten.

Für den Inhalt verantwortlich

Partner, Tax

KPMG Austria

Kontakt

Verwandte Inhalte

Konzernsteuerrecht und Internationales Steuerrecht

  • Die Nutzung von Verlustverträgen aus ausländischen Gesellschaften soll bei der Gruppenbesteuerung räumlich auf EU/EWR und DBA Staaten mit umfassendem Amtshilfeabkommen („großer Informationsaustausch“) beschränkt werden. 
  • Weiters soll die Abzugsfähigkeit von ausländischen Verlusten mit 75 % des österreichischen Gewinns beschränkt werden.
  • Insgesamt wird damit auch aufgrund der bereits jetzt bestehenden Restriktionen die Auslandsverlustverwertung über die Gruppenbesteuerung weniger attraktiv.
  • Die Firmenabschreibung im Rahmen der Gruppenbesteuerung soll für Neuanschaffungen abgeschafft werden. „Alte“ Firmenwertabschreibungen können weiterhin über 15 Jahre abgesetzt, wenn sich der steuerliche Vorteil aus der Firmenwertabschreibung beim Erwerb der Beteiligung auf die Bemessung des Kaufpreises auswirken konnte. 
  • Finanzierungszinsen und Lizenzgebühren, die an Niedrigsteuerländer gezahlt werden, sollen nicht mehr abzugsfähig sein. Die konkrete Ausgestaltung bleibt abzuwarten.
  • Weiters wird eine beschränkte Steuerpflicht auf Einkünfte aus Kapitalvermögen von Nicht-EU-Bürgern eingeführt. Die Regierung hat auch bekannt gegeben, dass sie die Doppelbesteuerungsabkommen dahin gehend neu verhandeln möchte, dass sie die darin enthaltenen DBA-Sätze (dh die Beschränkung der Abzugsteuer) anheben möchte.

 

Bilanzsteuerrecht

  • Im Einkommensteuergesetz sollen Verluste zu 100 % vortragsfähig werden. Die 75 % Regelung soll jedoch weiterhin für Körperschaften gelten und daher im Körperschaftsteuergesetz normiert werden. 
  • „Jahreseinkommensanteile“ über EUR 500.000,00 auf Ebene des Betriebes bzw. der Körperschaft sollen nicht mehr abzugsfähig sein, damit sollen insbesondere Manager-Gehälter ab dieser Grenze getroffen werden.
  • Weiters ist eine Umstellung der steuerlichen Rückstellungsberechnung angedacht. Die 80%-Regel für Langfrist-Rückstellungen wird durch eine verpflichtende Abzinsung mit 3,5% ersetzt.
  • Beim Gewinnfreibetrag soll die Möglichkeit, Wertpapiere zur Nutzung des Gewinnfreibetrags zu erwerben, fallen. Der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag soll nur auf reale Investitionen beschränkt sein. 
  • Weiters soll es Einschränkungen beim „Golden-Handshake“ geben und die lohnsteuerlichen Begünstigungen fallen.

 

Lohnsteuer

  • Die Solidarabgabe auf die Sonderzahlungen, dh die höhere Besteuerung der Sonderzahlungen ab einer gewissen Grenze, soll verlängert werden. 
  • Der Sachbezug von Dienstautos soll von max. EUR 600,00 auf EUR 720,00 angehoben werden. 
  • Der Freibetrag für die Mitarbeiterbeteiligung soll von EUR 1.460 auf EUR 3.000 angehoben werden.

So kontaktieren Sie uns

 

Angebotsanfrage (RFP)

 

Absenden