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Tax News: Änderungen bei Sachbezügen ab 2013

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Durch jüngste Anpassungen der Sachbezugswerteverordnung kommt es ab 2013 zu Änderungen bei un- oder unterverzinslichen Gehaltsvorschüssen und Arbeitgeberdarlehen sowie bei der Überlassung von Wohnraum an Arbeitnehmer, deren rasche Verfügbarkeit im besonderen Interesse des Arbeitgebers liegt (va Saisonarbeitskräfte im Fremdenverkehr).

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Bei Einkommensteuerveranlagungen ab 2013 bzw bei Lohnsteuerabzügen für Lohnzahlungszeiträume, die nach dem 31. Dezember 2012 enden, kommt es zu folgenden Änderungen bei der Bemessung von Sachbezügen:

 

1. Zinsenersparnisse bei unverzinslichen oder zinsverbilligten Gehaltsvorschüssen und Arbeitgeberdarlehen

Mit der Änderung in § 5 der Sachbezugswerteverordnung wird die Bewertung der Zinsenersparnis bei un- oder unterverzinslichen Gehaltsvorschüssen und Arbeitgeberdarlehen neu geregelt. Anstatt des bisher fixen Referenzzinsatzes zur Bewertung der Zinsenersparnis wird der Referenzzinsatz in Zukunft jährlich angepasst. Der Prozentsatz ist vom Bundesminister für Finanzen spätestens zum 30. November jeden Jahres für das Folgejahr festzusetzen über die Findok zu veröffentlichen.

Die Ermittlung des Prozentsatzes erfolgt auf Basis des 12-Monats-Euribors gemäß der vom Europäischen Bankenverband veröffentlichen Monatsdurchschnittstabelle. Dabei wird ein Durchschnittswert für den Berechnungszeitraum vom 1. Oktober des Vorjahres bis zum 30. September des Berechnungsjahres ermittelt und ein Aufschlag von 0,75 Prozentpunkte angesetzt. Dieser Prozentsatz wird schließlich auf halbe Prozentpunkte gerundet und kommt - nach Veröffentlichung bis zum 30. November - für das Folgejahr zur Anwendung.

Für das Kalenderjahr 2013 beträgt der anzuwendende Referenzzinsatz 2 % (Erlass des BMF, GZ BMF-010222/0136-VI/7/2012 vom 29.11.2012).

Die Höhe der Raten und die Rückzahlungsdauer haben keinen Einfluss auf das Ausmaß des Sachbezuges. Die Zinsenersparnis ist vom aushaftenden Kapital zu berechnen. Die Zinsenersparnis ist ein sonstiger Bezug gemäß § 67 Abs. 10 EStG und damit zum laufenden Tarif zu versteuern.

Wie bisher besteht ein Freibetrag für Zinsersparnisse aus Arbeitgeberdarlehen und Gehaltsvorschüssen bis zu insgesamt EUR 7.300,-.

 

2. Zuverfügungstellung von Wohnraum an Arbeitnehmer, deren rasche Verfügbarkeit im Interesse des Arbeitgebers liegt

Die kostenlose oder verbilligte Überlassung einer arbeitsplatznahen Unterkunft an Arbeitnehmer, deren rasche Verfügbarkeit am Arbeitsplatz im besonderen Interesse des Arbeitgebers liegt (va Saisonarbeitskräfte im Fremdenverkehr) wird in § 7 (7a) der Sachbezugswertverordnung nunmehr ausdrücklich geregelt.

Bis zu einer Größe von 30 m2 ist kein Sachbezug anzusetzen. Hat der überlassene Wohnraum mehr als 30m2, aber nicht mehr als 40m2 ist der sich nach den allgemeinen Grundsätzen gem. § 2 (1) oder (7) der Sachbezugswerteverordnung ergebende Wert um 35% zu vermindern. Dies setzt jedoch voraus, dass die arbeitsplatznahe Unterkunft durchgehend höchstens 12 Monate vom selben Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird.

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